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DESIGN

RELAXING SUNDAY

Hallo, ihr Lieben! Es gibt mich noch, auch wenn der letzte Beitrag hier schon länger her ist. In den letzten Wochen hat mich mein Job derart in Beschlag genommen, dass ich zu sonst gar nichts mehr gekommen bin.

Im Prinzip tut er das noch. Manchmal gibt es einfach Projekte, da läuft alles schief. Und der gute alte Murphy bekommt wieder einmal ein Exempel mehr, das seine Theorie bestätigt. Manchmal frage ich mich ja, ob Murphy Architekt war oder so was ähnliches...

Hello sweeties! I´m still alive, even if my latest blogpost was published a long time ago. In the last few weeks I almost had no leisure time at all, because my job was very exhausting and it still is.

Sometimes there are projects, where everything goes wrong and good old Murphy gets another vivid example for his theory. Sometimes I wonder if he was an architect or something similar…

Ich habe jedenfalls auch heute wieder einige Zeit auf unserer Lieblingsbaustelle verbracht. Und das, obwohl ich wirklich einen freien Sonntag gebrauchen könnte. An meinen letzten, richtigen Urlaub kann ich mich kaum mehr erinnern und meine Motivation á la Karotte „bald, wenn das Projekt endlich doch einmal fertig ist, kann ich Urlaub machen“, glaube ich mir mittlerweile selbst nicht mehr. Naja, irgendwann wird es wohl schon zu Ende sein, aber bis dahin muss ich noch einmal alle Energiereserven aktivieren und mich selbst bei Laune halten.

Eines dieser erfreulichen Erlebnisse, die mich wieder positiv stimmen, war die Lieferung unserer neuen Tischleuchte für das TV-Sideboard. Ich habe lange überlegt, ob ich die klassische Louis Poulsen Leuchte nehmen soll, die mir schon sehr gut gefallen würde, habe mich dann aber doch für einen ganz anderen Look entschieden. Unsere neue „Join“ von Vibia ist komplett aus Glas, relativ klein und passt sehr gut auf das schmale TV-Board. Untertags, wenn sie nicht leuchtet, ist sie eine kleine Skulptur für sich. Abends entfaltet sie ein dezentes Akzentlicht, angenehm hell, aber nicht zu grell. Was ich vor allem so gerne mag ist, dass sie nicht wie eine klassische Tischleuchte das Licht nur nach unten - quasi auf den Tisch – abgibt, sondern in einer Lichtkugel rund um sie herum. Das gibt ein unheimlich nettes Stimmungsbild, finde ich.

In any case, I spent some hours at our favorite construction site again today. Although I would really need a free Sunday. I can hardly remember my last vacation and my self-motivation á la carrot "soon, when the project is finally finished, I can go on holiday," is not really working anymore. Well, at some point of course the project will be finished, but until then I have to activate all my energy and keep myself in a good mood.

One of these pleasurable experiences, which once again set me right, was the delivery of our new table lamp for the TV sideboard. I have considered buying the classic Louis Poulsen luminaire, which I really like very much, but then I decided to create a completely different look. Our new "Join" from Vibia is completely made of glass, relatively small and fits very well on the narrow TV board. During the day, when the light is off, it looks like a small sculpture. In the evening it unfolds a discreet accent light, pleasantly bright, but not too glaring. What I particularly like so much about it is that it does not give light only down at the table, but in a light pulp around it. That creates a really nice atmosphere, I think.

Wobei meine Stimmung beim Thema Licht gleich wieder getrübt wird, wenn ich an „meine“ Baustelle denke. Es gibt ja Dinge, die passieren, die würde man nicht für möglich halten. Und diese Baustelle hatte einige davon. Ein besonderes Schmankerl bescherte uns die Leuchten-Montage durch einen Elektriker, den unser Kunde selbst beauftragt hatte. Das soll jetzt keine Ausrede sein, ich erwähne es nur, weil wir sonst ein eingespieltes Handwerker-Team haben, die erstens Pläne lesen können und zweitens unsere Ansprüche kennen.

Also in diesem Fall war es, wie gesagt, ein uns fremden Elektriker. Wir hatten schon vor Monaten ein Leuchten-Konzept bis ins letzte Detail ausgetüftelt, in den Detailplänen auch die Produktnamen der einzelnen Leuchten vermerkt, die teuren LED-Leuchten sicherheitshalber auch gleich selbst für unseren Kunden bestellt – man baut ja vor, wenn man den Handwerker nicht kennt – und dachten eigentlich, dass damit nichts mehr schiefgehen sollte.

But my mood gets immediately diminished when I think of the light issue at "my" construction site. There are things happening, you would not think are possible. And this site had quite a few of them. The lighting installation by an electrician, whom our customer had contracted by himself, gave us a special treat. This is not meant as an excuse, I just mention it because usually we have a well-trained craftsman team that is able to read plans on the one hand and knows our requirements on the other.

In this case it was, as I´ve already mentioned, an electrician we didn´t know. We had already worked out a lighting concept to the last detail months ago, had included the product names of the individual luminaires in our detailed plans, had ordered the expensive LED luminaires - for safety reasons - by ourselves for our customer and actually thought, that nothing else could go wrong.

Aber das tat es dann doch. Ich hatte zwischendurch den Elektriker schon einige Male gefragt, wann er denn endlich die Unterputzdosen für die kleinen Stiegen-Akzentleuchten einbauen würde, die wir aus Sicherheitsgründen bei allen Trittstufen geplant hatten, bekam aber immer nur die Antwort, da wäre schon alles vorbereitet, die müsse man nur ganz zum Schluss gemeinsam mit den Leuchten selbst noch einsetzen. Ihr wisst schon, ich meine diese kleinen Leuchten in der Wand ein paar Zentimeter über den einzelnen Trittstufen bei Treppen, die nachts gleichzeitig auch eine Art Notbeleuchtung sind.

Daneben hatten wir noch drei schöne Wandleuchten - auf Putz montiert - eingeplant, die dem Stiegenverlauf folgend die gesamte Treppe ordentlich ausleuchten sollten. Ihr ahnt vermutlich schon, was passiert ist. Als ich nach dem Anruf des Elektrikers, alle Leuchten wären jetzt fertig montiert, auf die Baustelle kam, traute ich meinen Augen nicht. Die kleinen Akzentleuchten waren in 1,5m Höhe über den Treppenstufen montiert und die Wandleuchten, die da eigentlich hin hätten sollen, waren überzählig, wie mir der Elektriker erklärte. Könnt ihr euch vorstellen, wie das ausgesehen hat? 14 Trittstufen und über jeder war in 1,5m Höhe ein klitzekleines Lämpchen montiert. Die Wand war quasi perforiert mit diesen kleinen Leuchten. Die Lichtstärke hielt sich naturgemäß in Grenzen. So eine kleine Trittstufen-Leuchte hat 1 Lumen, das entspricht genau 1 Kerze. Immerhin sind bei 14 Stufen ganze 14 Lumen zusammengekommen. Um so eine gesamte Treppe aber gut auszuleuchten, benötigt man mindestens 2.000 Lumen. Das wird euch jetzt vielleicht nicht viel sagen. Dem Elektriker hätte es aber schon etwas sagen sollen. Das Ergebnis war, dass der Innenausbauer die vielen kleinen Löcher der Wand entlang wieder schließen musste, dafür der Elektriker dieselbe Wand ein paar Zentimeter über den Trittstufen wieder aufstemmen musste und es eine Bauverzögerung von ein paar Tagen gab. Davon, dass die Unterputzgehäuse natürlich auch kaputt waren und wir sie express neu bestellen mussten, rede ich gar nicht. Das hat unseren Kunden zumindest nichts weiter gekostet, weil das der Elektriker bezahlt hat. Außer Nerven vielleicht...

But it did. I had asked the electrician several times, when he would finally install the flush-mounted boxes for the small stair accent lights, which we had planned for safety reasons for all steps. The only answer I got was that everything was already prepared and he would install them together with the luminaires. You know, I mean these little lights in the wall, which are located a few centimeters above the individual steps of the staircase and which at night also act as a kind of emergency lighting.

In addition, we had planned three beautiful wall lights - mounted on plaster - which should illuminate the entire staircase properly. You can probably already imagine what has happened. When I came to the construction site after the electrician had called me, that all lamps were installed, I could not believe my eyes. The small accent lights were mounted at a height of 1.5m above the steps and the wall lights, which should have been there, were "surplus", as the electrician told me. Can you imagine how that looked like? 14 steps and above each one there was a tiny lamp mounted at a height of 1.5m. The wall was almost perforated with these small lights. The light intensity was, of course, quite limited. Such a small luminaire has 1 lumen, which corresponds exactly to the light of 1 candle. So for 14 steps, that summed up to a total of 14 lumen. In order to illuminate an entire staircase properly, you need at least 2,000 lumen. This may not tell you much now. But it should have had a meaning for the electrician. The result was that the construction company had to close all the small holes along the wall again, and the electrician had to drill new holes into the same wall just a few centimeters above the steps of the staircase. And guess what, there was a construction delay of a few days. I don´t want to mention in detail that the flushing housings were also broken and we had to order them again. This didn´t cause additional costs for our customer, because the electrician had to pay for it. But maybe it costed extra nerves...

Aber jetzt bin ich ja total abgeschweift von unserer neuen Tischleuchte... Naja, ihr seht, ich bin gedanklich immer noch auf der Baustelle. Gut, genug, jetzt lege ich die Füße hoch, schalte unsere schöne Leuchte ein und genieße den Abend, bevor es morgen wieder weitergeht mit den lustigen und weniger lustigen Begebenheiten auf dieser Kundenbaustelle.

Auch wenn es mir selbst nicht immer gelingt, es ist einfach wichtig, dass man zwischendurch abschaltet, seinen Job da lässt, wo er hingehört – im Büro. Sonst powert man sich irgendwann einmal aus, verliert die Freude an dem, was man tut. Oder landet schlimmstenfalls im Burnout. Deshalb gehe ich jetzt einmal mit gutem Beispiel voran, kuschle mich in mein Sofa, lasse die Seele baumeln und erfreue mich am wunderschönen Lichtschein unserer neuen Join.

In diesem Sinne, habt einen schönen Abend ihr Lieben und lasst es euch gut gehen!

Servus, ciao-ciao und baba, eure Lena

But now I totally wandered off the point. I wanted to tell you something about our beautiful new table lamp ... Well, you see, in thought I am still at the construction site. Well, enough, now I put my feet up, turn on our beautiful light and enjoy the evening, before work continues tomorrow, with funny and less funny occurrences at this customer site.

Even if I do not always comply with that, it is simply important to mentally unwind at the end of a workday and leave the job where it belongs to - in the office. Otherwise, you will get to your limits and lose the pleasure of doing what you do. Or in worst cast end up in a burnout. That's why I will set a good example now, cuddle me into my sofa, let my soul dangle and enjoy the beautiful light of our new Join luminaire.

In this sense, have a beautiful evening lovely people and simply enjoy!

Servus, ciao-ciao and baba, yours Lena.

2 comments
  1. i.looxs Designallerlei
    i.looxs Designallerlei

    Liebste Anna,

    vielen Dank! Gedanklich liege ich bereits am Strand bei Sonne, Sand und Meer und spiele mit den Zehlein im lauwarmen Wasser 🙂

    Leider wird das in der Realität aber noch ein bisschen dauern. Bis dahin übe ich mich im Couchsurfing, dreh mir das hübsche Lämpchen auf und träume bei Kaffee und Kuchen 🙂

    Hab auch du eine schöne Zeit und laß es dir so richtig gut gehen!

    Allerliebst, Lena

  2. Anna

    Liebe Lena,

    Deine Gechichte hört sich wirklich nach einem notwendigien „Lichtblick“ an .
    Die meisten Leute sind um diese Zeit mehr oder weniger ausgeruht aus dem Urlaub zurück.

    Vielleicht solltest Du Dich auf einem richtigen Urlaub, so Deine Worte, gedanklich vorbereiten um Deinem Körper und Deiner Seele auch ein wärmendes Lichtlein zu gönnen.

    Ich wünsche Dir trotz der chaotischen Baustelle eine schöne Zeit und freue mich schon auf Deinen nächsten Blog.

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