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HOME OFFICE FEELING

Seitdem ich euch beim letzten Mal von unserem Baustellen-Wahnsinn erzählt habe, ist bei uns wieder normaler Alltag eingekehrt, einschließlich der Tatsache, dass ich in meinem Home-Office wieder zum Normal-Betrieb übergegangen bin. Allerdings jetzt in einem viel schöneren Ambiente, wie ich finde. Da macht mir meine Arbeit gleich noch mehr Spaß.

Wobei, noch mehr arbeiten, würde meiner ohnedies schon etwas in Schieflage geratenen Work-Life-Balance nicht gerade zugute kommen. Das ist halt so eine Sache mit einem Home-Office. Auf der einen Seite spart man unheimlich viel Zeit, weil man nicht erst ins Büro fahren muss, sondern quasi unmittelbar nach dem Frühstück schon dort ist. Die andere Seite ist, man ist auch immer dort, wenn man zu Hause ist.

Since my latest posting, when I told you about the problems with our parquet refurbishment, we have returned to a normal everyday life, including the fact that I have re-established normal operations in my home office. Only this time in a much nicer interior as I think. Now work is even more fun than before.

But working even more would not really contribute to a better work-life balance, which is actually already in a not very beneficiary condition. Well, this is an issue with a home office. On the one hand, you save a lot of time, because you do not have to go to the office; you are almost immediately ‘at work’ after having breakfast. The other side is you are always there when you are at home.

Da denkt man sich des öfteren schon mal: „Ich muss ja eh nicht erst nach Hause fahren, da kann ich doch schnell noch den einen Plan fertig layoutieren...“. Und man kann auch nicht sagen: „Schatz, kannst du schon mal mit der Hausarbeit beginnen, ich bin schon unterwegs nach Hause“... weil „Schatz“ selbst erst am Weg nach Hause ist, während ich selbst schon da bin.

Und dann ist da auch die Frage, ab wann ist man im Büro bzw. zu Hause. Ich hab´s mal mit einer gedanklichen Demarkationslinie zwischen Schreibtisch und Wohnzimmer versucht. Das Ergebnis war allerdings, dass ich immer erst nach Hause musste, bevor ich zur Toilette kam. War auch irgendwie unpraktisch... ☺ Dann hatte ich mir überlegt, welches Ritual ich setzen könnte. Man hört das ja immer wieder, man soll sich ein Ritual überlegen, dass sozusagen die Freizeit einläutet. Früher habe ich meine privaten Telefonate am Weg nach Hause erledigt. Das hat mich tatsächlich auf andere Ideen gebracht und mich in meine spärliche Freizeit katapultiert. Das hat mich jetzt aber auch nicht wirklich weitergebracht, denn ich sitze ja immer noch „im Büro“ wenn ich telefoniere.

I often think: "Since I do not have to drive home, I can quickly finish this plan…". And I cannot say any longer, "Sweetheart, can you meanwhile start with the housework, I'm already on my way home" ... because "sweetheart" is the one who is on his way home, while I am already there.

And then there rises also the question, what time are you in the office and when are you at home. I've tried out to establish kind of a mental demarcation line between my office desk and the living room. The result, however, was that I always had to go home before I came to the toilet. This was somehow impractical ... ☺ Then I thought about establishing a kind of ritual. Because one hears this again and again, you should consider a ritual, which helps you to auomatically slip from your job into your leisure time. In former days I used to make my private phone calls on my way home. That really helped me to carm down and catapulted me into my leisure time. But this didn´t help me in my new situation, because I am still sitting "in the office" when I am talking to my friends.

Dann hab ich´s auch mal mit Essen als Unterscheidungsmerkmal versucht. Ich hab mir ganz bewusst sozusagen „private“ Zeit für die Einnahme von Mahlzeiten genommen. Ich hab also nicht wie üblich am Schreibtisch nebenbei gegessen, sondern bin brav zum Esstisch getrabt. Das Ergebnis war, dass ich fast 2 kg zugenommen und letztendlich mit dem Laptop am Esstisch „zu Hause“ gearbeitet habe. Gut, jetzt mache ich mir immer noch keine ernsthaften Sorgen, ich könnte bald an Adipositas leiden. Aber wirklich geholfen hat mir das auch nicht.

Mittlerweile bin ich ja zu der festen Überzeugung gelangt, selbständig zu Hause zu arbeiten ist einfach anders. Ok, das ist jetzt nicht der Stein der Weisen. Aber ich meine damit, die Trennung von Arbeit und Freizeit ist einfach fließend und die Unterscheidung eigentlich gar nicht wirklich wichtig. Wichtig ist, dass man stets die richtigen Prioritäten setzt – was ist gerade wichtig und was davon ist gerade dringend, egal ob jobmäßig oder privat. Ist es jetzt wichtiger, mit einem Freund zu telefonieren oder den Plan fertig zu machen? Einmal kann es dies sein, das andere Mal das andere.

Then I tried food as a distinguishing feature – in a sens of, I deliberately took a "private" time for eating. Means, I did not eat at the office desk as usual, but moved to the dining table in the privat part of our apartment. The result was that I gained almost 2 kg and at the end worked with the laptop at the dining table – so to speak "at home". Well, still I don´t really worry, I might soon suffer from obesity. But really, that did not help me either.

In the meantime, I came to the conclusion that work at home is simply different. Ok, this is not the philosopher's stone now. But I mean the separation of work and leisure is simply fluent and the distinction is in reality not important at all. What is important is that you always set the right priorities - what is important and what is urgent, no matter whether it is job or private. Is it more important to make a phone call with a friend or to finish a plan? Once it can be the frist one, the next time it might be the other one.

Der Unterschied zu früher ist, dass ich heute wesentlich mehr Flexibilität habe, viel mehr Möglichkeiten, mir meine Zeit einzuteilen. Ich muss bloß selbst mehr darauf achten, meine Prioritäten richtig zu setzen und sie auch einzuhalten. Bei unselbständiger Tätigkeit wird einem ein Großteil dieser Entscheidungen durch fix geregelte Arbeitszeiten, zumindest vermeintlich, abgenommen.

Wie gesagt, meine Work-Life-Balance hat noch eine leichte Schieflage zugunsten der Arbeit. Aber ich versuche, meine Zeit viel bewusster einzuteilen und Arbeit auch einmal liegen zu lassen, wenn sie wichtig, aber nicht dringend ist.

The difference to my former situation is that nowadays I have much more flexibility to organize my time as I want to. I just have to pay more attention to my priorities and stick to them. When you work as an employee, a majority of these decisions are determined by fixed working hours, at least supposedly.

As I said before, my work-life balance still has a slight imbalance in favor of work. But I try to organize my time much more deliberately and it happens that I put work aside when I think it is important but not urgent.

Und jetzt freue ich mich auch noch jedes Mal, wenn ich in meinen neu gestalteten, offenen Home-Office-Bereich gehe, der nun in weiß erstrahlt und viel funktionaler ist als früher. Und einen Vorteil hat er noch – wenn´s doch mal länger am Schreibtisch wird, kann ich jetzt problemlos direkt auf den Fernseher gucken... ☺

Ob Home-Office oder Bürojob - geht sorgfältig mit eurer Zeit um und setzt weise eure Prioritäten. Denn wir haben nur eine Lebenszeit. Die kann man nicht nachholen; man kann nur den Moment nutzen oder nicht.

In diesem Sinne, habt eine schöne Zeit ihr Lieben!

Servus, ciao-ciao und baba, eure Lena.

And in addition, now I'm happy every time I go to my redesigned, open home office area, which now shines in white and is much more functional than before. And there is another big advantage now - if it takes longer at the office desk, I can now look directly at the TV…

Whether you have a home office job or work as an employee - treat your time carefully and set your priorities wisely. Because we have only one lifetime. You can not catch up; you can only live the moment or not.

In this sense, have a good time sweeties!

Servus, ciao-ciao and baba, yours Lena.

4 comments
  1. i.looxs Designallerlei
    i.looxs Designallerlei

    Liebe Anna,

    ich freu mich so, dass du eine so treue Leserin meiner Beiträge bist! Hab vielen Dank dafür!

    Und danke für das Kompliment! – Ja, man vergisst über die viele Arbeit und oft ja auch über den Erfolg, den man damit hat, dass es daneben auch noch anderes gibt.

    Ich wünsche auch dir einen wunderschönen Sommer und eine tolle Work-Life-Balance!

    Lieben Gruß,
    Lena

  2. i.looxs Designallerlei
    i.looxs Designallerlei

    Liebe Alexandra,

    vielen Dank für das Kompliment :-)… freu mich sehr, dass dir Beitrag und Home Office gefallen! Schade, dass du nicht hier um die Ecke wohnst – du machst so tolle Fotos, da würde mein Home Office gleich noch viel besser wirken!

    Ja, ich finde auch, es ist die Balance zwischen beiden Bereichen, die passen muss. Das ist sehr individuell und ändert sich auch über die Zeit. Manchmal tut es einfach nur gut, sich das bewusst zu machen.

    Wünsche dir einen wunderschönen Tag und ausreichend Zeit für deine Fotografie!

    Viele liebe Grüße,
    Lena

  3. Anna

    Liebe Lena,

    Dein neues Home Office ist sehr gelungen.Kompliment. Es scheint wirklich zur Arbeit einzuladen. Ich wünsche Dir viel Spaß bei Deiner weiteren Tätigkeit.
    Wie Du richtig schreibst ist trotz aller Annehmlichkeiten bzw Wichtigkeiten die Life Balance Time zu beachten. Ich stimme Deiner Meinungen vollkommen zu im Hier und Jetzt zu leben.

    Ich wünsche Dir einen schönen Sommer und freue mich schon auf Deinen nächsten Blog.

    Liebe Grüße
    Anna

  4. Alexandra

    Guten Morgen liebe Lena!
    Dein Büro ist wunderschön geworden! Da würde mir das Arbeiten auch Spaß machen! Und der Text ist wieder mal sehr unterhaltsam geschrieben!

    Ich selbst bin ja in unselbständigerer Anstellung (wie gestelzt das klingt 🙈). Ich habe also vorgegebene Arbeitszeiten. Allerdings kenne ich das Problem kein Ende im Büro zu finden weil ich so viel zu tun habe bzw. mir Arbeit -zumindest gedanklich- mit nach Hause zu nehmen. Man wird wahrscheinlich nie beide Bereiche genau trennen können. Ich denke wichtig ist sich damit wohl zu fühlen. Wie du schon sagst die richtigen Prioritäten zu setzen und eine gute Balance zwischen Arbeitszeit und Freizeit zu finden. Ich kann mir sehr gut vorstellen dass das bei Heimarbeit noch schwerer fällt.
    Ganz liebe Grüße
    Alexandra

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